Golf – Playa Holz [Album-Review]

Wenn einer eurer Freunde mal wieder über deutschsprachige Musik wettert, behauptet, sie sei zu kantig, hart und Englisch wäre sowieso viel besser; wenn ihr der seid, der sich zu wehren versucht, dann habe ich etwas für euch! Ein absolutes Totschlag-Argument in einer solchen Diskussion ist die neue Platte von Golf: Playa Holz.Golf Playa Holz Album CoverAm 13.05 veröffentlichen die vier Jungens aus Köln nach knapp 2 Jahren des Feilens ihr Debüt-Album. Playa Holz ist aber nicht nur ein Album, sondern viel mehr ein Statement. „Deutsch kann wieder cool sein!“ Neben Bands wie Bilderbuch liefern auch Golf uns nun den Beweis, dass es auch noch Musiker gibt, die nichts auf allgemeine Konventionen geben und die deutsche Sprache mal so richtig in die Mangel nehmen. Golf machen das auf eine diffuse Art und Weise – die Refrains sind so knapp an Wörtern, dass sich herrliche Spielereien ergeben, gepaart mit Disco-Sounds und Synthesizern. Das ist irgendwie sau cool!

„Von Zeit zu Zeit zu Zeit zu Zeit zu Zweit“ – Golf, Zeit zu Zweit

Dabei führt die Single Macaulay Culkin erstmal auf eine komplett falsche Schiene. Man muss sie zunächst in ihrer Andersartigkeit akzeptieren und vor dem Fällen eines endgültigen Urteils, ein wenig tiefer in die erste Platte von Golf einsteigen. Denn wenn dann Viel, Wasser, Zeit zu Zweit und Dein Grün durch die Boxen schallen, wird schnell klar, wie sehr man die vier Kölner sonst unterschätzt!

In Kombination mit einem Cocktail auf der sonnigen Terrasse können sich die Aromen am besten entfalten! (Serviervorschlag)

Insgesamt haben wir hier vier großartige Musiker, die zwar mega schwer auf Facebook und Google zu finden sind, wenn man alleine nach dem Namen Golf sucht, aber absolut etwas von Funk, Rhythmik und Musik verstehen. Playa Holz von Golf ist in jedem Fall hörenswert und empfiehlt sich jedem, der auf der Suche nach aktueller deutscher Musik ist, die aus dem Raster von Revolverheld und Mark Forster fällt.

Golf – Tourdaten:

  • 24.03.17 Wuppertal – Utopiastadt
  • 25.03.17 Karlsruhe – Kohi
  • 26.03.17 München – Muffat-Café
  • 28.03.17 Wien – Chelsea
  • 30.03.17 Nürnberg – Stereo
  • 31.03.17 Dresden – Ostpol
  • 02.04.17 Berlin – Privat Club
  • 03.04.17 Hamburg – Häkken
  • 04.04.17 Hannover – LUX
Patrick Salmen

Ich bin 23 Jahre, Student an der Uni Kassel, Musiker und Musikgenießer! Meine Lieblingsmukke bewegt sich irgendwo zwischen modernem Pop und klassischem Rock'n'Roll. Von mir könnt ihr immer Berichte und Reviews zu guten Bands aus dem Indie-Rock und Britpop erwarten.

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