White Lies – Friends [Album-Review]

„Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht“. So plump der Spruch von Ringelnatz auch klingen mag, so häufig sieht er sich im Leben eines jeden Menschen bestätigt. Veränderungen sind unausweichlich, das gilt sowohl für Beziehungen, berufliche Tätigkeiten, gedachte Fixpunkte als auch für Musik.

Dass die britische Rockband White Lies sich in ihrem vierten Album „Friends“ musikalisch von ihren vorherigen Alben emanzipiert, passt demnach gut zu dem Thema, dem sich das Trio in ihren 10 neuen Songs widmet: Changing. Getreu diesem Motto haben sich die drei Briten bei der Produktion anders als bei ihren vorherigen Alben von allen Zwängen losgesagt und Friends in Eigenregie ohne Deadline und Budget-Beschränkung produziert.friends_white_liesWhite Lies stellen sich Fragen, die sich insbesondere mit der Veränderung von Freundschaften beschäftigen und sprechen dabei Verhaltensweisen an, die jede*r kennt: Freund*innen, die man früher jeden Tag getroffen hat, sieht man plötzlich nur noch einmal im halben Jahr und irgendwie ist das ok so und gleichzeitig ist es auch schade: „Friendships have begun to feel adult“, bringt  Bassist und Backvokal-Sänger Charles Cave diese Veränderung auf den Punkt.

„Don’t want to feel it all
 You said you mind was changing
I wasn’t listening up here in my daydream
My love is unchanging
And I’ve just got problems that need rearranging“

Wie es auch das Kennenlernen von Menschen und Finden von neuen Freund*innen jedes Mal ist, beschreiben die drei Musiker die Entwicklung von Friends als einen frischen Neustart, wodurch das neue Album für sie in gewisser Weise zu einem zweiten Debüt-Album wird. Das heißt jetzt aber nicht, dass alles ganz anders ist. Auch in Freundschaften, die sich ändern, bleiben Dinge bestehen. Altes mischt sich mit Neuem, auszeichnende Charakteristika bleiben aber erhalten. So ist es auch bei der britischen Rockband und ihrem vierten Album: Neue Sounds, tanzbare Elemente, neues Studio, aber immer noch Synth-Rock und immer noch die charakteristische Stimme von Frontmann Harry McVeigh.

Musikalisch sowie textlich zeigen White Lies mit ihrem vierten Album auf eine erfrischende, zu Bewegung anregende und im Kopf nachhallende Art und Weise, dass Veränderungen unausweichlich sind, manchmal vielleicht schwierig und nicht leicht zu akzeptieren, aber gleichzeitig auch schön und notwendig, um sich selbst weiterzuentwickeln und voranzukommen.

Zarah

Ich mache gerne viel und Vieles gern. Angeln gehört nicht dazu, aber Tanzen!

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