Roosevelt – Roosevelt [Album-Review]

Das Konzert geht los und der Künstler betritt die Bühne. Sein Weg wird begleitet von lautem Jubel des Publikums. Alles ist aufgewühlt, doch der eine, der dort auf der Bühne steht, noch völlig ruhig und in sich gekehrt. Diese Situation ist pure Magie. Noch bevor jeder der Ticketkäufer einen einzigen Ton der Musik vernommen hat, malt er sich schon sein persönliches Erlebnis im Kopf aus.

Solch einen magischen Moment könnten wir auch mit Roosevelt erleben. Noch bevor sein Album am Freitag erscheint, geben sich namhafte Blätter wie The Guardian und Intro die Klinke in die Hand und loben den jungen Kölner in höchsten Tönen. Zurecht wie wir finden. Denn sein Sound kann sich absolut hören lassen. Sein Album „Roosevelt“ geht nun endlich auch an euch raus und muss gehört werden.Roosevelt_Albumcover_City_SlangIhr dürft euch auf eine tolle Platte freuen. Wieder könnte ein deutscher Künstler internationale Beachtung finden. Denn Roosevelt ist stark. Sehr stark. Dass Discomusik nochmal einen richtigen Hype erleben könnte, hätten bestimmt nicht viele für möglich gehalten, doch mehr und mehr Künstler beweisen die Variabilität dieser Stilrichtung. Roosevelt verknüpft sie mit viel elektronischen Waves und Synthie-Pop, sodass die Musik auf einmal sehr zeitgemäß klingt.

„Roosevelt“ ist das Debüt des 25-Jährigen Marius Lauber. Ein Debütalbum ist immer etwas besonderes. Die meisten Künstler klingen darauf am frischesten. Doch einige Tracks liefen bereits bei vielen über Spotify, ohne, dass sie etwas von Roosevelt mitbekommen haben. „Sea“, „Night Moves“ und „Hold On“ sind Tracks, die schon einen gewissen Status genießen und wunderbar in jede Abend-Playlist passen. Eigentlich wollte Lauber alias Roosevelt nur Musik, die sich Leute kostenfrei herunterladen konnten. Doch seine Musik kam so gut an, dass daraus doch eine Musikerkarriere geworden ist.

Immer wieder probiert er sich auch mehr an handgemachten Sounds. Auch dem Indiepop hat er sich verschrieben. Songs wie „Wait Up“ grooven richtig und setzen eher auf die klassische Bass/Drum-Kombo. So ist die Platte am Ende ein schöner Mix aus Abheben und Runterkommen. Geerdet werden durch klassische Drums und Keyboardakkorde. Dann wieder aufsteigen im Schall von 120 Beats pro Minute und Synthiemelodien.

Patrick Salmen

Ich bin 23 Jahre, Student an der Uni Kassel, Musiker und Musikgenießer! Meine Lieblingsmukke bewegt sich irgendwo zwischen modernem Pop und klassischem Rock'n'Roll. Von mir könnt ihr immer Berichte und Reviews zu guten Bands aus dem Indie-Rock und Britpop erwarten.

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