Giantree – Match Cut [Album-Review]

Manchmal haben wir doch echt verrückte Bilder im Kopf, oder? Nehmen wir Dinge nicht manchmal anfangs viel wörtlicher als sie letztendlich sind und malen uns dazu lustige Bilder im Kopf aus? Jeder kennt den „Elefanten im Porzellanladen“. Dieses viel zu große Tier in diesem viel zu kleinen, zerbrechlichen Raum. Wir bekommen sofort Angst, dass etwas kaputt gehen könnte, aber vergessen, dass es sicherlich auch die Sorte Elefanten gibt, die nichts zerbrechen würden. Giantree sind genau so ein Elefant. Der, welcher elegant durch die engen Gassen zwischen den Regalen tanzen könnte, ohne auch nur einen Teller oder eine Tasse zu Fall zu bringen. Sie machen laute Musik, bedienen sich dazu aber sehr zart besaiteten Tönen. Gleich denkt man an eine Kontroverse. Doch erst Urteilen wenn ihr  das Album Match Cut gehört habt.Giantree Match Cut Album CoverGiantree lieben es mit ihren Stimmen zu arbeiten und kombinieren ihren Alternative-Rock mit Chorgesängen, die für das Genre unheimlich bereichernd sind. In Songs wie Burning machen sie mit den gleichen Stilmitteln aber auch immer wieder den guten alten Indie-Pop zu eigen. Dazwischen bewegt sich die Band munter hin und her, macht kreative Brüche und schafft stilistische Brücken. 

So laut wie das Album ist, so leise beginnt es. Wer Wind sät, wird Sturm ernten. Und ja,  jetzt ist es mit den Phrasen auch vorbei. Aber anhand diesem Sprichwort hat die Band ihr Album wohl aufgebaut.  Das Intro Actually It’s Just A Galaxy kommt aus dem Nichts und schafft ordentlich Raum für die übrigens Songs. Und das gelingt sehr gut, denn Titel wie Age Is In The Heart, Vivid und Burning nehmen diesen Raum vollkommen ein. Die BPM-Zahl steigt und steigt und steigt im Laufe des Albums. Erst mit Turn Off The Lights kommt eine Wende und Giantree lassen wieder Zeit zum Durchatmen. Die übrigen Tracks bringen nochmal ordentlich Power. Mit We Can Dance findet das Album dann seinen Abschluss und ist es passiert: Wir haben das letzte Kapitel von Match Cut abgeschlossen. Und nichts ist zerbrochen.

Patrick Salmen

Ich bin 23 Jahre, Student an der Uni Kassel, Musiker und Musikgenießer! Meine Lieblingsmukke bewegt sich irgendwo zwischen modernem Pop und klassischem Rock'n'Roll. Von mir könnt ihr immer Berichte und Reviews zu guten Bands aus dem Indie-Rock und Britpop erwarten.

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