Hot Hot Heat – Hot Hot Heat [Album-Review]

Die nötige Kreativität kann sich vielleicht nicht jeder im Erwachsenwerden bewahren. Doch es hat garantiert jeder in seiner Kindheit Mandalas ausgemalt. Kennt ihr die noch? Diese kunterbunten Muster, die euch in schwarz und weiß vorgelegt worden sind. Wir bekamen dann lauter farbige Buntstifte und malten wie wild auf den Mustern herum. Irgendwie war das ein tolles Gefühl. Die Seele baumeln lassen und sich in einem Meer aus Farben treiben lassen. Wer aber keine Lust auf Malen hat, dem lege ich nahe mal in das neue Album von Hot Hot Heat hinein zu hören. Das Gefühl wird das gleiche sein. Jeder Song wie ein Feld mit einer neuen Farbe. Das Album ein wunderschönes Gesamtbild.Hot Hot Heat Album CoverHot Hot Heat machen bereits seit 1999 gemeinsam Musik. Nun bringt die Kanadische Band ihr sechstes Album heraus. Hot Hot Heat wird es heißen und klingt so frisch, wie eine heiße junge Indie-Band es machen sollte. Provokant und kantig. Unglaublich, wenn man bedenkt, dass viele Bands ihren Sound über ihre Karriere perfektionieren und meist in populäre Gefilde driften, um sich  zu steigern. Die Kanadischen Jungs dagegen probieren ständig neue Sounds aus, klingen manchmal rockiger und manchmal elektronischer. Insgesamt überrascht es, dass die Songs trotzdem so gut ineinandergreifen und zu einem Album verschmelzen.

Hot Hot Heat klingen auf ihrer aktuellen Platte wie eine Mischung aus alten Hits von Phoenix oder Rooney – nur cooler. Die Qualität der Lieder besticht durch einfache Melodien. Doch dabei bleibt es nicht. Hot Hot Heat nehmen die Melodien und packen sie in krasse Gesamtkonzepte, die die Songs erst so interessant machen. Kid Who Stays In The Picture ist der Opener und lässt einen sehr guten Einblick in das Album zu. Der Song wird euch packen und ihr wollt direkt die ganze Platte hören.

Hot Hot Heat ist mindestens so gut wie Mandalas ausmalen es früher war, werdet ihr denken. Und wer gerade keinen Malblock  zu Hause hat und den Vergleich daher nicht anstellen kann, für denjenigen ist es einfach eine sehr sehr gute Indie-Band!

Patrick Salmen

Ich bin 23 Jahre, Student an der Uni Kassel, Musiker und Musikgenießer! Meine Lieblingsmukke bewegt sich irgendwo zwischen modernem Pop und klassischem Rock'n'Roll. Von mir könnt ihr immer Berichte und Reviews zu guten Bands aus dem Indie-Rock und Britpop erwarten.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s