Leoniden – Two Peace Signs-EP [Review]

Gut Ding will Weile haben, sagt man oft. Wenn’s gut werden soll, lass dir Zeit. Überstürz am besten nichts, sonst geht es schief und du ärgerst dich am Ende, weil du mehr draus hättest machen können. Das wäre doch blöd, oder nicht? Setz einfach ganz langsam einen Fuß vor den anderen und guck, wo der Weg dich hinführt. Oder mach es wie Leoniden. Gründe schnell dein eigenes Label, hau die Musik raus von der du überzeugt bist und scheiß auf dieses Gefloskel. Mit ihrer Two Peace Signs – EP, die am 08.04. bei ihrem Label Two Peace Signs Records erscheint, zeigt die fünfköpfige Band aus Hamburg und Kiel, dass gut Ding manchmal eben keine Weile haben will. Ganz im Gegenteil!leoniden_two peace signs Ep CoverWarum auch lange schreiben, überarbeiten und warten, wenn das was man geschaffen hat schon so verdammt gut ist, wie die vier Songs der EP? Schon der Opener 1990, der vorab bereits als Single veröffentlicht wurde, offenbart das ungemein mitreißende Potential der Band. Das titelgebende Stück Two Peace Signs knüpft daran nahtlos an und auch Doves und Storm überzeugen sofort. Leoniden setzen auf Chöre in den Refrains, rhythmische und riffige Gitarren, die teilweise ein wenig an Billy Talent erinnern, fette Synths und sogar eine Kuhglocke, die in 1990 so absurd gut funktioniert, dass sie in Two Peace Signs gleich nochmal zum Einsatz kommt. Eintönig wird’s aber nicht. Man feiert diese Kuhglocke einfach nur! Dazu kommt die unglaublich vielseitige Stimme von Sänger Jakob, die den Liedern noch ein bisschen mehr von diesem gewissen Etwas gibt.

Einen besseren Vorgeschmack auf ein hoffentlich bald erscheinendes Album kann man sich wirklich nicht vorstellen. Leoniden haben sich durch ihr eigenes Label im Rücken und damit potentiell “aller Zeit der Welt” mit den besten Bedingungen ausgestattet. Potentiell. Denn gut Ding will Eile haben, oder nicht?

Leoniden – Tourdaten:

  • 11.04. Köln, Zum Scheuen Reh (Eintritt frei)
  • 12.04. Berlin, Musik & Frieden
  • 13.04. Hamburg, Molotow Skybar
Tobias Kolle

Lehramtsstudierender und leidenschaftlicher Musik(hör)er.

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