Flying Vinyl – The Vinyl Revolution!

Man geht in den Plattenladen, stöbert hier und stöbert da, findet die Cover von ein paar dieser Scheiben wirklich genial, möchte sie eigentlich unbedingt kaufen und wissen welche Musik sich hinter diesem Bild oder Titel versteckt, aber am Ende macht man wieder einen Rückzieher und geht entweder mit leeren Händen, oder einer dieser Platten, die man seit Jahren kennt und eh schon immer mal haben wollte, nach Hause. Wenn man denn in Zeiten von Amazon, Spotify und Co. überhaupt noch in einen Plattenladen geht und Musik kauft, statt sich einfach ewig von wahllosen Playlists die neuesten Trends ins Ohr säuseln zu lassen.

Flying Vinyl möchte da einen Gegentrend setzen! Beziehungsweise auf den Trend der, seit Jahren steigenden, Plattenverkäufe aufspringen. Immer mehr Leute wollen ihre Musiksammlung wieder im Wohnzimmerregal, statt auf einem Display, sehen, wenn sie in die Wohnung kommen. Sie anfassen können und beim Umzug in schweren, bedeutungsschwangeren Kisten in den 3. Stock einer kleinen Altbauwohnung tragen. Der Haken dabei ist nur, dass dabei das Entdecken von neuen Bands und Künstlern oft auf der Strecke bleibt, denn wer will schon irgendwann zwei Kisten ungeliebten Krams mit sich durch die Gegend schleppen, für den er oder sie auch noch ein halbes Vermögen hingelegt hat.

Flying Vinyl Unboxing Novemberbox Vinyl Black Honey

Genau da wollen Flying Vinyl unter die Arme greifen. Für 30€ im Monat schicken sie jedem Abonnenten eine kleine Box mit fünf 7” Singles zu (eine ist immer bunt!) – handverlesen, unbekannt, Sonderpressungen für Flying Vinyl und nicht unwahrscheinlich der neue heiße Scheiß von Morgen! Dabei spielt es für die Künstler keine Rolle, ob sie vorher schon etwas anderes veröffentlicht, oder einen Plattendeal haben – wodurch die Sache definitiv noch interessanter wird!

Klar, 30€ sind kein Pappenstiel für Musik, die man nicht kennt oder eventuell gar nicht mag, aber nachdem wir in die Novemberbox mal reingucken und -hören konnten, finden wir, dass es das Risiko durchaus wert ist. Unabhängig von der Musik machen sich die Cover dieser Box auch rein optisch schon unheimlich gut im Regal!

Flying Vinyl Novemberbox Unboxing

Der hohe Anspruch und das unglaublich gute Verständnis für aktuelle Trends wird schon beim ersten Durchhören der fünf kleinen Platten sofort deutlich. Ob der poppige Indie-Rock von Black Honey (auf pinkem Vinyl), Psych-Rock von Pleasure Beach und The Belligerents, straighter Pop-Rock von Asylum, oder die sphärischen Elektro-Pop-Doppel-A-Seite von Bo Rocha. Bei jedem der Künstler, die Flying Vinyl aussucht, kommt sofort das Gefühl auf da schon jetzt etwas zu hören, das bald in aller Munde sein wird und für den ein oder anderen “Ich hab’s euch doch gesagt”-Moment sorgen könnte. Und wer mag diese Momente nicht?

Bisher haben wir uns auf reissnadel.com mit Werbung jeglicher Art zurückgehalten, aber das Team von Flying Vinyl hat uns überzeugt und definitiv Unterstützung verdient. Auf ihrer  Homepage (hier) gibt es alle anderen Infos zum genauen Ablauf und natürlich die Möglichkeit sich direkt die nächste Ausgabe zu sichern!

Chris Umbach

Gründer von reissnadel.com - studierte, neben dieser Sache mit Musik, irgendwas mit Flugzeugen im Norden Deutschlands und geht, ab und an, auf orangefarbener Schwalbe auf Reisen.

4 thoughts on “Flying Vinyl – The Vinyl Revolution!

  1. Ok. Ich brauch jetzt nen Plattenspieler. Alleine schon das haptische Erlebnis und auch das Design der schönen Alben sprechen ja auch dafür. Wie siehst Du das mit der Klangqualität? Manche meinen ja, Vinyl wäre da bislang unübertroffen.

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    1. Freut mich, dass ich dich überzeugen konnte :)Früher oder später braucht den wohl jeder.
      Tatsächlich ist es klanglich anders – wärmer und oft klarer. Das hängt extrem vom Plattenspieler, der Anlage und der „Pflege“ der Platten ab. Aber ein bisschen Knistern hier und da hat durchaus auch seinen Reiz!
      Mir geht es tatsächlich eher um das Haptische. Ähnlich wie bei Büchern, die ich auch einfach gerne im Regal stehen habe und E-Books einfach zu unpersönlich finde. Es gibt wenig Besserer, als das Cover vom eigenen Lieblingsalbum auch mal in die Hand nehmen zu können:)

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      1. Überlegt habe ich mir das ja schon länger. Mit diesem „Platten-Abo“ reizt es mich aber erst recht ;) Mit Spotify und Co bekommt Musik hören so einen starken Nebenbei-Charakter. Das ist ja auch oft total ok, aber sich „eine Platte auflegen“ … das klingt doch schon ganz anders. Viel bewusster. Und den Gedanken finde ich echt schön.
        Ein E-Book möchte ich übrigens nicht mal geschenkt haben ;)
        Dann müssen im Expedit eben Bücher und Platten miteinander kuscheln!

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