Milky Chance – The Grand Homecoming [Live]

Sie sind zurück. Nachdem Milky Chance fast ein Jahr lang durch die Welt getourt sind, kamen sie am vergangenen Freitag endlich zurück in die Heimat. In der ausverkauften Kasseler Stadthalle ließen sie sich trotz der fast unerträglichen Hitze bis spät in die Nacht feiern und boten eine letzte gute Show in Deutschland bevor sie sich in ihre wohlverdiente kreative Pause verabschiedeten. Im nächsten Jahr soll ihr zweites Album erscheinen.

Zum ersten Mal live habe ich Milky Chance auf dem Dockville 2014 gesehen und war sehr beeindruckt! Ich war zunächst skeptisch wie Musik, die zu einem großen Teil aus elektronischen Elementen besteht, live funktioniert, ohne dass der Eindruck entsteht, es habe jemand ‘Play’ gedrückt, dazu Gitarre gespielt und ein bisschen gesungen. Doch unterstützt durch den damals noch als Gastmusiker auftretenden Antonio Greger an der Mundharmonika boten sie geniale Musik, die einen nicht still stehen ließ. Die Bässe drückten und die Beats ließen die Menge wippen.  Mit live eingespielten zusätzlichen elektronischen Schlagzeugelementen rundete Philipp Dausch die Performance ab und Clemens Rehbein zeigte neben seiner unverwechselbaren Stimme auch, dass er ein begnadeter Gitarrist ist.

Seitdem ist ein Jahr vergangen, die Band hat mehr als 100 weitere Konzerte gespielt, Antonio ist nun festes live-Mitglied und Philipps live Equipment wurde um ein halbes Schlagzeug ergänzt.

Einige der Beats werden weiterhin ergänzt andere, wie bei Flashed Junk Mind, durch live eingespieltes zum Teil ersetzt. Diese nahezu perfektionierte Mischung aus eingespielter elektronischer und live erzeugter Musik ist nun noch beeindruckender! Dass dem Auftritt von Milky Chance eine Wartezeit von knapp drei Stunden vorausging (Einlass 19 Uhr; Auftritt ca 22 Uhr), die von den beiden Voracts Teme Tan, Loop-Künstler und Sänger, und Amy Warning, Reggea-Singer/Songwriterin überbrückt wurde, war ihnen deshalb schnell verziehen. (Es bleibt mir dennoch ein Rätsel warum die Band trotz der schon angesprochenen Hitze erst eine Dreiviertelstunde nach dem zweiten Voract auf die Bühne kam…)

Doch als sie endlich auf der Bühne standen, bebte die Halle. Dem Auftritt merkte man die in Nordamerika gewonnene Erfahrung deutlich an. Viele Stücke wurden verfeinert und Philipp präsentierte beispielsweise in Feathery seine DJ-Künste. Antonio begleitete Stücke wie Sweet Sun und Unknown Song (Paulina Eisenberg war auch da) weiterhin auf der Mundharmonika, die beim Publikum sehr gut ankam, und ist zusätzlich noch zweiter Gitarrist bei allen anderen Liedern.

Das große Homecoming hat sich in jedem Fall gelohnt! Und auch wenn die Jungs von Milky Chance auf der Bühne immer noch nicht viel reden und wenn dann nur gezwungenermaßen, tat es ihrer Show keinen Abbruch, denn die Musik war genial!

Tobias Kolle

Lehramtsstudierender und leidenschaftlicher Musik(hör)er.

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