Urbantramper – Rise & Ride Toward… [Review]

Dieser Artikel handelt von einer Band, die es gar nicht mehr gibt. Obwohl, ganz richtig ist das nicht. Es gibt sie bzw. einen Teil von ihr noch aber unter einem anderen Namen. Die Band oder besser das Kollektiv, um das es hier gehen soll, hieß “urbantramper” und war in Wellington, Neuseeland, ansässig.

Nun handelt es sich um ein Soloprojekt des Sängers Lake, das sich “Lake South” nennt. Behandelt werden soll hier aber nicht die Zukunft urbantrampers, sondern ihre Vergangenheit, genauer gesagt ihr Album “Rise & Ride Toward…”, obwohl das wahrscheinlich nicht im Sinne des Kollektivs gewesen wäre (dazu gleich mehr), aber egal. Hier geht’s um gute Musik und da “Rise & Ride Toward…” mein einziges Album von urbantramper ist und es mir sehr gut gefällt, schreibe ich einfach mal darüber.

Ihren Sound nannten urbantramper zuletzt ElectricUTOPIA, welcher die hörbare Repräsentation noch nicht realisierter Träume darstellen soll (“aural representation of unrealised dreams”). Elektronisch klingt “Rise & Ride Toward…” allerdings nicht. Als das Album im Jahr 2009 erschien, widmeten sich urbantramper noch dem Future Folk. Das ist keine abgespacete Folk-Variante oder elektronische Weiterentwicklung des Genres, wie Milky Chance es geprägt haben, sondern ein dem ElectricUTOPIA vorausgegangener Versuch, noch nicht realisierte Träume und damit die Zukunft darzustellen, den sie mit einfachen Liedern, die für jeden zugänglich und nachspielbar sein sollen, umsetzten. Der Fortschritt und vor allem der neugierige Blick nach vorn, schienen das Kollektiv sehr fasziniert zu haben. Der Albumtitel passt da auch ins Konzept.

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Viel Akustikgitarre und lässig gespielte Percussion, dazu ab und an leicht atonaler zweistimmiger Gesang prägen das Album. Ein unangenehmes Gefühl entsteht deswegen beim Hören aber nicht. Eher verleiht diese Art der Produktion dem Album seine Authentizität: Es klingt als hätten ein paar Musiker entspannt zusammengesessen, mal eben ein bisschen gejammt und das Ganze mitgeschnitten. Ein schönes Album für einen warmen Sommerabend, wenn die Sonne schon untergegangen ist und nur noch Kerzen für Licht sorgen. Die Alltagshektik scheint vergessen und der Blick ist nach vorn gerichtet…

Tobias Kolle

Lehramtsstudierender und leidenschaftlicher Musik(hör)er.

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