Perlen des MSG #1 – Go Go Berlin

Los  geht´s!

Wie letztes Mal angekündigt, werde ich diesen Monat jede Woche mindestens eine Band vorstellen, die in den letzten Jahren auf dem Musikschutzgebiet gespielt, und defintiv einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat! Hier kommen nur meine absoluten Lieblinge, über Ergänzungen von euch würde ich mich aber sehr freuen!

Die erste Band ist, wie so viele gute Indiemusik der letzten Jahre, natürlich aus dem Norden Europas und sie reihen sich hoffentlich schon bald ein, zwischen Bands wie Kakkmaddafakka und Kings of Convenience. In Dänemark sind sie soweit, dass sie große Hallen füllen und stehen seit einem Jahr in den Top-Ten der Albumcharts! In Deutschland bekommen sie bisher leider nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdient haben.

Go Go Berlin nennen sich die 5 Dänen, die absolut nach allen denkbaren Rockklischees und damit leider erstmal nicht ganz ernstzunehmend aussehen. Lange Haare, Lederjacken und Schnauzbärte wirken zunächst fast wie eine Karikatur von dem, was man sonst nur noch von Covern alter Rockplatten kennt.

Aber dann kommt der Punkt wo sie die Verstärker hochdrehen und ein Konzert abliefern, das seines Gleichen sucht. Ob auf der Festivalbühne, in der untergehenden Sonne und vor vielen Menschen, oder im winzigen Club vor 50 Leuten, funktioniert das, was Christian Vium als Sänger auf der Bühne anführt, unfassbar gut.

Go Go Berlin New Gold Artwork Vinyl
© Caroline Hoops

Nur wenige Bands schaffen es, die Schnapsleichen vom Festivalfreitag, schon Samstagmittag dazu zu bringen ekstatisch vor der Bühne zu tanzen und den Tag 5-6 Stunden früher als eigentlich geplant zu beginnen!

Zum Glück gab es das Ganze, nach diesen wirklich beeindruckenden 45 Minuten, auch als CD und  wunderschöne goldene 12”-LP unter dem Titel „New Gold“ zu kaufen. Jeder der Platten hat, kann wohl nachvollziehen, wie sehr man sich über das erstmalige auspacken eine farbigen Platte freut. Und dann auch noch mit wunderschönem Cover und so unfassbar guter Musik in den Rillen!

Musikalisch bewegen sich Go Go Berlin irgendwo zwischen dem was sie optisch zum Besten geben, in “I Want You” und solidem Indie-Rock in “Raise your Head”.

Dabei sind sie eine der wenigen Bands in dem Genre die nicht mit allerlei Elektrosounds rumexperimentieren, sondern einfach auf das setzen, was sie aus Gitarre, Schlagzeug, Bass und Orgel rausholen können.

Genau deswegen haben sie diesen direkten und authentischen Sound, der dafür sorgt, dass man ihnen absolut abnimmt, was sie da auf der Bühne, oder im Studio machen.

Thematisch wird sich wieder mehr in der Klischeekiste bedient. Mit Zeilen wie “Don´t you mind the things that you do, it´s just a waist of time”  oder “This is your life, time is on your side” könnte die Botschaft wohl kaum offensichtlicher sein. Wo andere vielleicht Plumpheit vorwerfen würden, bin ich mehr als zufrieden. Wenn ich Musik wie die von Go Go Berlin höre, dann will ich genau sowas hören! Die ganze Platte strotzt nur so vor Optimismus.

Der perfekt Soundtrack zu jedem Roadtrip!

Chris Umbach

Gründer von reissnadel.com - studierte, neben dieser Sache mit Musik, irgendwas mit Flugzeugen im Norden Deutschlands und geht, ab und an, auf orangefarbener Schwalbe auf Reisen.

3 thoughts on “Perlen des MSG #1 – Go Go Berlin

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